Stoffmasken-Test

Stoffmasken im Test

Gut genäht ist gut geschützt

Wenn sie dicht sind, lassen selbstgenähte Stoffmasken Hustentröpfchen nur wenige Zentimeter weit fliegen

Mund-Nase-Bedeckungen sind in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Gerade bei sommerlichen Temperaturen empfinden viele Leute selbstgenähte Masken als sehr angenehm. Lies daher diesen Stoffmasken-Test!
Diese können starke Helfer beim Schutz vor Übertragungen des Coronavirus sein – aber nur, wenn sie gut genäht sind. Das ergab eine aktuelle US-amerikanische Studie.

Forscher der Florida Atlantic University verglichen bei vier Mund-Nase-Bedeckungen die Durchlässigkeit nach Husten oder Niesen:
bei einem als Maske verwendeten Halstuch,
einer Maske aus einem Stofftaschentuch,
einer handelsüblichen kegelförmigen Maske und
einer genähten doppellagigen aus Baumwolle.

Das Ergebnis: Die gut sitzende, genähte Maske hielt die Nies- und Husten-Tröpfchen am besten zurück. Im Laborversuch flogen die Partikel nur etwa 6,6 Zentimeter weit.

Am schlechtesten schnitt das Halstuch ab. Die Partikel erreichten hier eine Weite von etwa 1,1 Meter.
Aber immer noch besser als Husten ohne Mund-Nasen-Bedeckung: Dabei flogen die Partikel mit rund 2,4 Metern mehr als doppelt so weit.

Auf Material und Passform achten

Wichtig sei aber, dass sowohl Material als auch Konstruktion einen merklichen Einfluss auf die Tauglichkeit der Maske haben,
betonen die Forscher im Fachblatt „Physics of Fluids“. Ein Problem bei Masken sei, dass sie nicht komplett dicht seien und auch nicht perfekt abschlössen.
Achten Sie also […] auf dicht gewebten Stoff und eine möglichst gute Passform.

 

Quelle: www.bild.de 30.06.2020